4 April 2011 - 19:30

Die Proteste in Afghanistan gegen die Verbrennung eines Korans in den USA halten an.

In der Hauptstadt Kabul demonstrierten Beobachtungen eines AFP-Fotografen zufolge mehrere hundert Menschen an der Universität. Die Menge, vor allem Studenten, riefen "Tod den USA" und forderten Bestrafungen für die Verantwortlichen der Aktion in Florida. Dem AFP-Fotografen zufolge kontrollierte ein umfangreiches Polizeiaufgebot den Campus, sämtliche Zufahrtstraßen zur Universität waren zudem gesperrt. Die Proteste gegen die Koran-Verbrennung, die der umstrittene US-Pastor Terry Jones geleitet hatte, hatten am Freitag begonnen und sich seitdem jeden Tag fortgesetzt. Mehr als 20 Menschen wurden im Zuge der Demonstrationen bislang getötet, darunter auch sieben UN-Mitarbeiter.